Die Trennschärfe von Ratingfunktionen

  • Claudia Beinert
  • Peter Reichling
  • Bodo Vogt
Schlagworte: Kreditrisiko, Rating Accuracy, Trennschärfemaße, Credit risk, discriminative power, JEL: C52, G21, G33

Abstract

Die Einschätzung der Bonität stellt einen zentralen Erfolgsfaktor im Kreditgeschäft jeder Bank dar und erfolgt insbesondere in der Folge von Basel II über Ratingmodelle. Solche Modelle aggregieren mit Hilfe einer Ratingfunktion vielfältige Informationen über den Kreditnehmer zu einem Rating, das eine Aussage über die Ausfallwahrscheinlichkeit des Schuldners ermöglichen soll.
Zur Überprüfung der Vorhersagekraft von Ratings diskutieren wir Maße der Trennschärfe von Ratingfunktionen. Zur Beurteilung und für den Vergleich von Ratingfunktionen ziehen wir neben den in der Literatur diskutierten Maßen auch stochastische Dominanzkriterien herhan. Die dargestellten Eigenschaften und Zusammenhänge werden empirisch für die Ratings der Agenturen Standard & Poor's sowie Moody's Investors Service aufgezeigt.

The estimate of creditworthiness represents a central success factor in the loan business of each bank. In particular, it is provided by rating models as a consequence from Basel II. Such models use rating functions to aggregate various information about the rating applicant. The rating allows a statement about the default probability of a debtor.
We discuss different measures of the discriminative power of rating function to examine the forecast strength of ratings. Beside the measures discussed in the literature, we also consult stochastic dominance criteria to evaluate and compare rating functions. The represented characteristics and relations are applied empirically to the ratings of Standard & Poor's and Moody's Investors Service.

Veröffentlicht
2018-10-02
Ausgabe
Rubrik
Artikel